Artikel

 

Stefan Schickhaus, FrankfurterRundschau | 7 April, 2015

Alles fürs Belcanto-Fach, in dem der Sopran von Diana Damrau momentan der Maßstab ist: Ein Gespräch über Standorte, Standpunkte, Fachwechsel und Frisuren.

Frau Damrau, 1999 – Sie wurden gerade Ensemblemitglied der Oper Frankfurt – sprangen Sie kurzfristig für Christine Schäfer in München als Zerbinetta ein. 15 Jahre später war wiederum eine Sopranistin aus dem Frankfurter Ensemble, nämlich Brenda Rae, die Einspringerin für Sie, als Lucia an der Wiener Staatsoper. Da ist viel passiert in diesen 15 Jahren: Aus dem Nachwuchs-Talent aus der Provinz wurde Deutschlands gefragteste Koloratur- und Belcanto-Sopranistin. Sagen Sie jetzt: Mein Gott, 15 Jahre schon? Oder: Erst 15? Wie ist da Ihr Zeitempfinden?

Lieber Gott, wie die Zeit vergeht! Aber die Frankfurter Zeit, als dann alles angefangen hat, ist mir noch sehr präsent. Ich habe hier im Ensemble angefangen mit dem „Freischütz“-Ännchen, wie ja auch schon in Würzburg und in Mannheim. Das war meine Antrittspartie.

View Article